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Travel Rule & TFR: Was du über die neuen Krypto-Regeln in der EU wissen musst
Die Regulierung von Kryptowährungen in Europa schreitet weiter voran. Mit der sogenannten Travel Rule und der neuen Transfer of Funds Regulation (TFR) führt die Europäische Union strengere Vorschriften für Krypto-Transaktionen ein.
Seit dem 30. Dezember 2024 müssen Krypto-Dienstleister in der EU diese Regeln einhalten. Doch was bedeutet das konkret für Nutzer, Börsen und Wallet-Anbieter?
Hier erfährst du alles Wichtige zur Travel Rule, der TFR-Verordnung und ihren Auswirkungen auf Krypto-Transaktionen in Europa.
Inhaltsverzeichnis
Was ist die Travel Rule?
Die Travel Rule wurde ursprünglich im Jahr 2019 von der FATF (Financial Action Task Force) entwickelt. Dabei handelt es sich um eine internationale Organisation zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
Ziel der Travel Rule ist es, mehr Transparenz bei Krypto-Transaktionen zu schaffen.
Die wichtigsten Ziele der Travel Rule:
- Informationen über Sender und Empfänger von Krypto-Transaktionen erfassen
- Diese Informationen zwischen den beteiligten Finanz- und Krypto-Dienstleistern austauschen
- Geldwäsche und illegale Aktivitäten im Krypto-Ökosystem verhindern
Ursprünglich war die Travel Rule lediglich eine Empfehlung. Erst durch ihre Integration in europäische Gesetze wurde sie verpflichtend.

Die EU integriert die Travel Rule in die TFR
Die Europäische Union hat die Travel Rule übernommen und in die Transfer of Funds Regulation (TFR) integriert.
Damit wird sie verbindliches Recht in allen EU-Mitgliedstaaten.
Wichtige Punkte zur TFR:
- Verabschiedung: Juni 2023
- Gültigkeit: Seit 30. Dezember 2024
- Direkte Anwendung: Als EU-Verordnung gilt sie automatisch in allen Mitgliedstaaten, also auch in Deutschland.
Zusammen mit anderen Regelwerken wie MiCA und DAC8 bildet die TFR einen wichtigen Baustein der europäischen Krypto-Regulierung.
Was ändert sich durch die TFR?
Die TFR bringt mehrere wichtige Änderungen für den Krypto-Sektor.
1. Kein Mindestbetrag mehr
Die Regeln gelten für jede Krypto-Transaktion, unabhängig vom Betrag.
Das bedeutet:
Auch kleine Transfers müssen künftig nachvollziehbar dokumentiert werden.
2. Strengere Regeln für Self-Custody-Wallets
Besondere Vorschriften gelten für sogenannte Self-Hosted Wallets.
Das sind Wallets, die nicht von einer Börse oder einem Dienstleister verwaltet werden, sondern direkt vom Nutzer selbst kontrolliert werden.
Transaktionen zwischen Börsen und solchen Wallets müssen künftig genauer überprüft und dokumentiert werden.
3. Mehr Datenaustausch zwischen Krypto-Dienstleistern
Krypto-Dienstleister (CASPs – Crypto Asset Service Providers) müssen künftig:
- Informationen über Sender und Empfänger sammeln
- diese Informationen mit anderen beteiligten Dienstleistern teilen
- Transaktionen besser nachvollziehbar machen
Welche Informationen werden übermittelt?
Hier eine Übersicht der Daten, die gemäß der TFR-Verordnung erfasst und zwischen Dienstleistern ausgetauscht werden:
| Informationstyp | Sender | Empfänger | Wer erhält diese Informationen? |
|---|---|---|---|
| Identität | Vollständiger Name | Vollständiger Name | Der an der Transaktion beteiligte Dienstleister (z. B. Krypto-Börse, Wallet-Anbieter oder Bank). |
| Adresse oder eindeutige Kennung | Adresse oder eindeutige Kennung (z. B. Kontonummer oder Wallet-Adresse) | Adresse oder eindeutige Kennung (z. B. Kontonummer oder Wallet-Adresse) | Wird intern gespeichert, insbesondere bei Transaktionen mit Self-Custody Wallets. |
| Wallet- oder Kontonummer | Kontonummer oder öffentliche Wallet-Adresse des Senders | Öffentliche Wallet-Adresse des Empfängers | Wird zwischen den beteiligten Dienstleistern ausgetauscht, um die Nachverfolgbarkeit der Transaktion sicherzustellen. |
| Identitätsnachweis | Offizielles Ausweisdokument (falls erforderlich, abhängig von lokalen Vorschriften oder Transaktionsdetails) | In den meisten Fällen nicht erforderlich | Wird gespeichert, falls Aufsichtsbehörden oder Regulierungsstellen Informationen anfordern. |
Seit wann gilt die Travel Rule in der EU?
Die neuen Vorschriften gelten seit dem 30. Dezember 2024.
Seit diesem Zeitpunkt müssen Krypto-Dienstleister in der EU:
- Informationen zu allen Krypto-Transaktionen sammeln
- diese Informationen mit anderen Dienstleistern teilen
- die neuen Compliance-Vorgaben einhalten
Auch wenn diese Daten aktuell nicht automatisch an Steuerbehörden übermittelt werden, wird sich das mit der Einführung von DAC8 voraussichtlich ändern.
DAC8 verpflichtet Krypto-Plattformen künftig dazu, Transaktionsdaten direkt an Steuerbehörden zu melden.
Mehr Regulierung bedeutet mehr Transparenz
Die Travel Rule und die TFR markieren einen wichtigen Schritt für die Regulierung von Kryptowährungen in Europa.
Die neuen Regeln sollen:
- Transparenz erhöhen
- Geldwäsche verhindern
- den Krypto-Markt langfristig sicherer machen
Für Nutzer bedeutet das zwar mehr Dokumentation, gleichzeitig stärkt es aber auch das Vertrauen in den gesamten Krypto-Sektor.

Kooperation zwischen Staaten und Krypto-Dienstleistern
Mit der TFR intensiviert sich auch die Zusammenarbeit zwischen:
- Regierungen
- Aufsichtsbehörden
- Krypto-Dienstleistern (CASPs)
Transaktionen werden dadurch besser nachvollziehbar, und der Krypto-Markt wird stärker reguliert.
Warum sauberes Tracking deiner Krypto-Transaktionen immer wichtiger wird
Mit zunehmender Regulierung wird es immer wichtiger, den Überblick über seine Krypto-Transaktionen zu behalten.
Mit Tools wie Waltio kannst du:
- deine Wallets und Börsen zentral verbinden
- alle Krypto-Transaktionen automatisch verfolgen
- deine Krypto-Steuern korrekt berechnen
So bist du optimal vorbereitet – auch auf zukünftige Regelungen wie DAC8.