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Krypto-Börse oder Trading-Konto löschen: Diese Daten solltest du vorher sichern
Du möchtest deinen Account bei Binance, Coinbase, Kraken, Bitget oder Bitpanda löschen? Oder dein Depot bei Trade Republic, eToro schließen?
Dann solltest du vorher noch einmal einen Blick in deine Dokumente werfen.
Denn nach einer Kontoschließung kann es deutlich schwieriger werden, an alte Transaktionsdaten, Steuerreports oder Einzahlungsnachweise zu kommen. Genau diese Informationen können aber noch Jahre später für deine Steuererklärung wichtig sein.
Das Thema wird 2026 zusätzlich relevant. Durch MiCA verändert sich der europäische Kryptomarkt, während DAC8 für deutlich mehr Datenaustausch zwischen Krypto-Anbietern und Steuerbehörden sorgt.
Wir zeigen dir deshalb, welche Daten du vor der Kontoschließung sichern solltest und worauf du dabei achten musst.
Warum du deine Krypto-Börse nicht einfach löschen solltest
Für deine Krypto-Steuererklärung ist nicht nur entscheidend, wie viel Geld du irgendwann auf dein Bankkonto ausgezahlt hast. Das Finanzamt interessiert sich unter anderem dafür, wann du deine Kryptowährungen gekauft hast, was du dafür bezahlt hast und wann du sie wieder verkauft oder getauscht hast.
Bei Kryptowährungen im Privatvermögen spielt dabei § 23 EStG eine wichtige Rolle. Um einen steuerpflichtigen Gewinn korrekt zu berechnen, müssen unter anderem Anschaffungskosten und Veräußerungspreis nachvollziehbar sein.
Das Bundesfinanzministerium hat außerdem konkretisiert, welche Unterlagen bei Kryptowährungen relevant sein können. Dazu gehören beispielsweise Transaktionsübersichten und CSV-Dateien, in bestimmten Fällen aber auch Screenshots aus Börsen- oder Wallet-Accounts.
Hast du deinen Account zu diesem Zeitpunkt bereits gelöscht und deine Daten nicht vorher exportiert, wird der Nachweis unnötig schwierig.
Was passiert, wenn ich meine Anschaffungskosten nicht mehr nachweisen kann?
Nehmen wir ein einfaches Beispiel:
Du kaufst Kryptowährungen für 8.000 € und verkaufst sie später für 10.000 €.
Für die Steuerberechnung reicht es nicht, nur den Verkauf über 10.000 € nachweisen zu können. Du musst auch nachvollziehen können, dass dich die verkauften Coins ursprünglich 8.000 € gekostet haben. Fehlen diese Informationen, kann das Finanzamt weitere Nachweise verlangen. Besonders problematisch wird es, wenn auch alte Börsenaccounts, Wallet-Transfers oder Käufe nicht mehr nachvollzogen werden können.
Die einfache Regel lautet deshalb: Erst Daten sichern, dann Account löschen.
Diese 5 Dokumente solltest du vorher herunterladen
Ob Binance Account löschen, Bitpanda Konto schließen oder Trade Republic Depot auflösen: Bevor du den Account endgültig schließt, solltest du diese Unterlagen sichern:
| Dokument | Format | Wofür brauchst du es? |
|---|---|---|
| Account Statement / Kontoauszug | Dokumentiert deinen Account sowie Anfangs- und Endbestände. | |
| Transaktionshistorie | CSV / PDF | Enthält Käufe, Verkäufe, Coin-Tauschs und Gebühren. |
| Ein- & Auszahlungen | CSV / PDF | Zeigt Geld- und Krypto-Transfers sowie teilweise Wallet-Adressen und TxIDs. |
| Portfolio-Snapshot | PDF / Screenshot | Hält fest, welche Assets sich vor der Schließung auf deinem Account befanden. |
| Steuerreports | Sichert vorhandene Steuerdaten und Jahresübersichten. |
1. Account Statements und Kontoauszüge
Lade zunächst alle verfügbaren monatlichen und jährlichen Kontoauszüge bzw. Account Statements herunter.
Je nach Anbieter findest du darin deinen Namen, den entsprechenden Zeitraum sowie Anfangs- und Endbestände. Damit lässt sich später unter anderem nachvollziehen, dass der Account tatsächlich dir gehört hat und welche Bestände dort geführt wurden.
2. Komplette Transaktionshistorie
Noch wichtiger ist deine vollständige Trade- und Transaktionshistorie.
Wenn möglich, solltest du diese als CSV-Datei herunterladen. Gibt es zusätzlich einen PDF-Report, kannst du auch diesen speichern. Achte darauf, dass nicht nur Käufe und Verkäufe enthalten sind. Auch Coin-zu-Coin-Tauschs, Gebühren, Spot Trades, Futures oder Fiat-Transaktionen können später relevant sein.
Und kontrolliere den Zeitraum: Manche Börsen zeigen beim Export standardmäßig nur die vergangenen Monate oder das aktuelle Jahr an. Für deine Steuerhistorie brauchst du im Zweifel Daten seit Eröffnung des Accounts.
3. Einzahlungen und Auszahlungen
Als Nächstes kommen deine Ein- und Auszahlungen.
Bei Banküberweisungen sind Datum und Betrag wichtig. Bei Krypto-Transfers solltest du zusätzlich Wallet-Adressen und TxIDs bzw. Transaction Hashes speichern. Warum? Ein Transfer von Bitcoin von deinem Binance Account auf deine eigene Wallet ist beispielsweise nicht dasselbe wie ein Verkauf von Bitcoin. Mit einer vollständigen Transferhistorie kannst du solche Bewegungen später wesentlich leichter zuordnen.
4. Portfolio-Snapshot
Bevor du deine letzten Assets überträgst oder verkaufst, kannst du außerdem einen Portfolio-Snapshot erstellen. Damit hältst du fest, welche Kryptowährungen, Wertpapiere und Fiat-Bestände sich unmittelbar vor der Schließung auf deinem Account befunden haben. Bietet die Plattform dafür keinen PDF-Export an, kannst du die entsprechende Portfolioübersicht auch zusätzlich als Screenshot speichern.
5. Steuerreports vergangener Jahre
Viele Plattformen stellen eigene Jahres- oder Steuerübersichten zur Verfügung. Lade auch diese herunter – und zwar nicht nur für das aktuelle Jahr. Je nach Anbieter findest du darin beispielsweise realisierte Gewinne und Verluste, Staking Rewards, Zinsen oder andere steuerlich relevante Informationen.
Vielleicht brauchst du diese Unterlagen nie wieder. Wenn das Finanzamt in einigen Jahren doch eine Rückfrage hat, bist du allerdings froh, sie noch zu haben.
Warum MiCA und DAC8 die Dokumentation noch wichtiger machen
2026 kommen zwei Entwicklungen zusammen: MiCA verändert den europäischen Kryptomarkt und DAC8 erhöht die steuerliche Transparenz.
Durch MiCA können einzelne Börsen ihr Angebot in Europa einschränken oder Nutzer müssen ihre Assets auf andere Plattformen oder Wallets übertragen. Ein reiner Transfer zwischen eigenen Wallets ist grundsätzlich kein Verkauf. Verkaufst oder tauschst du deine Coins beim Wechsel jedoch gegen eine andere Kryptowährung oder einen Stablecoin, kann daraus ein steuerpflichtiger Vorgang entstehen. Liegt der ursprüngliche Kauf noch innerhalb der einjährigen Haltefrist, kann ein Gewinn steuerpflichtig sein.
Gleichzeitig sorgt DAC8 dafür, dass bestimmte Krypto-Dienstleister Transaktionsdaten an die Steuerbehörden melden. Umso wichtiger ist es, die eigene Transaktionshistorie selbst vollständig dokumentiert zu haben.
Was mache ich mit den Daten nach dem Download?
Nachdem du deine Daten von der Börse oder dem Broker heruntergeladen hast, stellt sich die nächste Frage: Was machst du damit?
Die Dateien sind nicht nur für deine nächste Steuererklärung relevant. Sie sind dein persönliches Steuerarchiv für die kommenden Jahre. Deshalb solltest du die Originaldateien sicher aufbewahren und deine Transaktionshistorie zusätzlich vollständig aufbereiten.
So gehst du mit Waltio vor:
| Schritt | Was du machst | Warum es wichtig ist |
|---|---|---|
| 1. Daten sichern | CSV- und PDF-Dateien vor der Kontoschließung herunterladen. | Deine Originaldaten bleiben erhalten, auch wenn der Account später nicht mehr zugänglich ist. |
| 2. Sicher archivieren | Originaldateien zusätzlich in einer Cloud oder auf einem externen Datenträger speichern. | So kannst du auch Jahre später auf die ursprünglichen Nachweise zurückgreifen. |
| 3. In Waltio importieren | CSV-Dateien importieren oder unterstützte Börsen und Wallets direkt verbinden. | Waltio führt deine Transaktionen aus verschiedenen Quellen zusammen. |
| 4. Steuerreport erstellen | Gewinne, Verluste und andere steuerlich relevante Vorgänge berechnen lassen. | Du erhältst die Daten für deine Krypto-Steuererklärung übersichtlich aufbereitet. |
| 5. Historie behalten | Originaldateien und Steuerreports langfristig aufbewahren. | Bei späteren Rückfragen des Finanzamts kannst du deine Transaktionen nachvollziehen. |
Für die nächste Steuererklärung
Wenn du deinen Account während eines Steuerjahres geschlossen hast, kannst du die zuvor gesicherten Daten in Waltio importieren. So bleiben beispielsweise Anschaffungskosten, Verkäufe, Coin-Tauschs und Transfers nachvollziehbar und können bei der Berechnung deiner Gewinne und Verluste berücksichtigt werden.
Für spätere Rückfragen des Finanzamts
Auch Jahre später kann es Rückfragen zu einzelnen Transaktionen geben. Dann helfen dir die ursprünglichen Exporte zusammen mit deiner aufbereiteten Transaktionshistorie dabei, Käufe, Verkäufe und Transfers nachvollziehbar zu belegen.
Waltio unterstützt über 700 Börsen, Wallets und Blockchains und führt deine Transaktionen an einem Ort zusammen.
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Kryptobörse oder Depot schließen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Wie schließt du einen Account bei Binance, Bitpanda, Coinbase, Trade Republic, Revolut oder eToro, ohne wichtige Daten zu verlieren? Am besten gehst du in dieser Reihenfolge vor:
1. Dokumente herunterladen: Lade alle wichtigen Reports und Transaktionsdaten als PDF und CSV herunter, bevor du die Löschung deines Accounts beantragst.
2. Guthaben und Assets übertragen: Zahle verbleibendes Guthaben aus oder übertrage deine Kryptowährungen bzw. Wertpapiere auf eine andere Plattform, ein anderes Depot oder deine eigene Wallet.
3. Externe Verbindungen entfernen: Widerrufe aktive API-Keys, entferne hinterlegte Zahlungsmethoden und kündige gegebenenfalls bestehende Lastschriftmandate.
4. Account oder Depot schließen: Führe die Kontolöschung über die Einstellungen der Plattform durch oder stelle eine entsprechende Anfrage beim Kundenservice.
5. Bestätigung aufbewahren: Speichere die Bestätigung der Kontoschließung zusammen mit deinen anderen Unterlagen.
⚠️ Wichtig: Bei einigen Plattformen kann eine Kontoschließung Auswirkungen darauf haben, ob oder wann du später erneut einen Account eröffnen kannst. Prüfe deshalb vor der endgültigen Löschung die Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Was muss ich beachten, bevor ich eine Krypto-Börse lösche?
Lade zuerst deine vollständige Transaktionshistorie, Ein- und Auszahlungen sowie vorhandene Steuerreports herunter. Übertrage oder zahle anschließend deine verbleibenden Assets aus und lösche den Account erst danach.
Welche Daten sollte ich vor dem Löschen meines Binance Accounts sichern?
Sichere vor allem deine Transaktionshistorie, Ein- und Auszahlungen, Account Statements und Steuerreports. Achte darauf, dass der Export möglichst deine gesamte Nutzung des Accounts und nicht nur das aktuelle Jahr umfasst.
Kann ich meine Krypto-Transaktionshistorie nach der Kontoschließung noch abrufen?
Das hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Verlasse dich deshalb nicht darauf, dass deine Daten nach der Löschung weiterhin zugänglich sind. Exportiere deine Krypto-Transaktionshistorie am besten vor der Kontoschließung.
Muss ich Krypto-Transaktionen nach der Kontoschließung noch für die Steuer nachweisen?
Ja, eine Kontoschließung ändert nichts daran, dass vergangene steuerlich relevante Transaktionen später nachvollziehbar sein müssen. Deshalb solltest du deine ursprünglichen Exporte und Steuerunterlagen auch nach der Schließung aufbewahren.
Sollte ich mein Trade Republic Depot verkaufen oder übertragen?
Du musst deine Wertpapiere nicht zwingend verkaufen. Bei einem Depotübertrag können übertragbare Positionen auf einen anderen Broker verschoben werden. Bruchstücke lassen sich allerdings grundsätzlich nicht übertragen.